Dem Meister nach

Leseprobe · Kapitel 1

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Kapitel 1 von 6

Die Einladung am Wegesrand

Die Einladung am Wegesrand
Die Einladung am Wegesrand

Du gehst einen staubigen Weg entlang. Die Sonne steht tief, und der Staub deiner eigenen Geschichte hängt an deinen Sandalen. Du hast diesen Weg nicht gewählt — er ist dir zugewachsen, aus Tagen, die du nicht vergessen kannst, und aus Nächten, in denen du dich gefragt hast, ob jemand dich wirklich sieht.

Du trägst einen Namen, und du trägst eine Sehnsucht. Und dann — mitten auf dem Weg — steht Er. Jesus. Er wartet nicht auf einen besseren Zeitpunkt. Er wartet auf dich. Er sieht dich an, und in Seinen Augen ist kein Urteil. Da ist nur Liebe. Eine Liebe, die älter ist als alle deine Fragen und tiefer als alle deine Wunden.

Er sagt deinen Namen. Nicht den, den die Welt dir gegeben hat. Den, der in Gottes Herz für dich geschrieben steht. Und in diesem Moment spürst du etwas, das du fast vergessen hattest: Du bist nicht zu viel. Du bist nicht zu anders. Du bist gesehen.

(Johannes 3,16): "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben."

(Offenbarung 3,20): "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm eingehen und mit ihm Mahl halten und er mit mir."

Gebet: Jesus, ich weiß nicht, wo Du gerade bist in meinem Leben. Aber ich höre, wie Du meinen Namen sagst. Hilf mir, stehen zu bleiben. Hilf mir, Dir in die Augen zu sehen. Und hilf mir zu glauben, dass ich nicht zu weit weg bin, um gefunden zu werden. Amen.

Du bleibst stehen. Irgendetwas in dir will weitergehen, will die Sache hinter sich bringen. Doch Seine Liebe hat einen Haken gelegt — nicht aus Berechnung, sondern aus Sehnsucht. Sie hat dein Herz berührt, und jetzt kann es nicht mehr so weitergehen wie zuvor.

Er fragt dich nicht nach deinen Papieren. Er fragt nicht nach deiner Geschichte in der Reihenfolge, in der sie die Welt abfragen würde. Er fragt einfach: "Willst du mit mir gehen?" Kein Formular. Keine Vorbedingung. Nur eine offene Hand und ein offener Weg.

Und du merkst: Diese Einladung kostet nichts — und sie kostet alles. Sie kostet dich nicht deine Würde. Sie kostet dich die Lüge, dass du ohne Gott auskommen müsstest.

(Matthäus 11,28): "Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, so will ich euch Ruhe geben."

(Johannes 1,12): "So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."

Zusammenfassung: Jesus begegnet dir am Wegesrand — ohne Urteil, ohne Vorbedingung, mit Liebe. Er ruft dich beim Namen und lädt dich ein, mit Ihm zu gehen. Die Einladung kostet nichts und doch alles: die Lüge, dass du ohne Gott auskommen müsstest.